War bis 1797 im Besitz der hochfürstlichen Verwalterfamilie Wölfl. Deren Sohn Josef war nicht nur ein Zeitgenosse, sondern auch ein Schüler und Freund der Familie Mozart und ließ sich von diesen zum Musikkünstler ausbilden. Josef Wölfl war zu seiner Zeit ein Star, galt als der Weltbeste Pianist und wurde auch von Franz Schubert bewundert. Er verkaufte sein Erbe an die Straßwalchener Bürgerfamilie Groh.

Die Ehegatten Groh schenkten das Haus ihrer Tochter Amalia, welche den Schuldirektor und kaiserlichen Rat Josef Moosleitner ehelichte. Die Ehegatten Moosleitner setzten sich sehr für die Bevölkerung von Straßwalchen ein. Da die Ehe aber Kinderlos blieb, vererbten sie ihr gesamtes Vermögen 1937 den Kreuzschwestern mit der Auflage in diesem Haus einen Kindergarten, eine Nähschule sowie eine Krankenpflegeanstalt einzurichten. Am 15. November 1938 wurden die Schwestern von den Nationalsozialisten vertrieben und das Haus von der NSV übernommen, welche wiederum am 3. Mai 1945 das Haus vor den anrückenden Amerikanern räumte.
Bis 1962 betrieben die Kreuzschwestern in diesem Haus pflichtgemäß den Straßwalchner Kindergarten.